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Geschichte der Stadt Uffenheim

Uffenheim dürfte im Zuge der Landnahme durch die Franken entstanden sein, wobei unser Raum insgesamt schon viel länger besiedelt war, wie viele Funde aus der Stein- und Bronzezeit zeigen.

1103 wird Uffenheim erstmalig urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert enstand in der Stadt eine Mauer mit vier Ecktürmen, dem Heinrichsturm, Schnellerturm, Folterturm und Bürgerturm. Später kamen noch zwei mächtige Tore dazu: das Ansbacher und das Würzburger Tor. In dieser Zeit herrschten in Uffenheim die Edlen von Hohenlohe, ein damals schon bedeutendes Geschlecht, das aus dem benachbarten Ort Hohlach stammt. Unter Ludwig von Hohenlohe erhielt Uffenheim von Kaiser Karl IV. 1349 das Stadtrecht.

Segensreich war die Regierungszeit Gerlachs von Hohenlohe, der ein Spital mit Kirche stiftete, eine Stiftung, die heute noch besteht. Allerdings geriet er wegen seiner aufwendigen Hofhaltung – er war mit einer Tochter Kaiser Ludwigs des Bayern verheiratet – in so große finanzielle Schwierigkeiten, dass er Stadt, Burg und Amt Uffenheim im Jahre 1378 für 24.000 Gulden an seinen Onkel, den Burggrafen Friedrich V. von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern, verkaufte. Als diese Kurfürsten von Brandenburg-Preußen wurden, kam die Stadt unter die Herrschaft der Markgrafen von Ansbach. Mit den Ansbachern übernahmen die Uffenheimer die Reformation und bis heute hat die Evangelische Kirche eine große Bedeutung in unserer Stadt. Zur katholischen Pfarrgemeinde besteht ein gutes und freundschaftliches Verhältnis.

Von 1792 bis 1806 war Uffenheim erneut preußisches Territorium, denn der letzte Markgraf von Ansbach hatte seinen Besitz an seine Berliner Verwandten verkauft. In dieser Zeit erprobte Freiherr von Hardenberg seine berühmten preußischen Reformen zunächst in unserem Gebiet.

Seit 1806 gehörte Uffenheim zum Königreich Bayern, wurde Sitz eines Bezirksamtes und damit Kreisstadt. Ab dieser Zeit entwickelte sich die Stadt stetig weiter, wobei der Bau der Eisenbahnlinie Würzburg-Treuchtlingen im Jahr 1864 eine bis heute wichtige überörtliche Anbindung brachte. In den Jahren der Industrialisierung blieb Uffenheim kleinstädtisch. Daran änderte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nichts. In den letzten Wochen des Krieges musste die Stadt schwere Schäden hinnehmen – 40 % des Stadtgebiets wurden zerstört. Allerdings erholte sich die Stadt recht schnell wieder.

Uffenheim blieb Mittelpunkt des fruchtbaren Gollachgaus, der landwirtschaftlich noch immer stark geprägt ist. Erst in den letzten zehn Jahren konnten die Weichen neu gestellt werden. Die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen genießt höchste Priorität, da auch bei uns der Strukturwandel in der Landwirtschaft deutliche Spuren hinterlässt.

Uffenheim hat die Grundlagen für eine zukunftssichere Weiterentwicklung gelegt. Bevölkerung, Wirtschaft sowie Infrastruktur wachsen in einem vernünftigen Tempo aufeinander abgestimmt. Durch die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen sollen auch die jungen Leute in Uffenheim einen Anreiz finden. Dabei kann Uffenheim mit seiner derzeit laufenden Altstadtsanierung seinen romantisch-mittelalterlichen Charme bewahren.